Vier Tage voller Kreativität: Erlebnisse analog konservieren!

Es entsteht immer etwas Schönes, wenn man selbst etwas mit den eigenen Händen erschafft. Genau das durften wir vier Tage lang hier im Sommerferien-Workshop im Museum Schloss Fürstenberg erleben.

Gemeinsam tauchten zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren vom 20.07.2026 bis 23.07.2026  in die erstaunliche Welt des Buchbinderhandwerks ein.

Unter der Leitung der Museumspädagogin Isabel Pagalies, der Fotografin Claudia Warneke und der FSJlerin Esra Yaman, lernten die Kinder und Jugendlichen, wie aus einfachem Altpapier, neues handgeschöpftes Papier entsteht, welches dann zu einem Album zusammengebunden wurde.

In den ersten beiden Tagen wurde dafür Altpapier eingeweicht, zu einem Papierbrei verarbeitet und mithilfe eines Schöpfrahmens zu neuen Papierbögen geformt. Die kreativen Köpfe haben zudem eigene Experimente ausprobiert. So entstanden außergewöhnliche, schimmernde und bunte Seiten. Besonders reizvoll waren die selbstbemalten Porzellanbroschen und Knöpfe von der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG, die auf die selbstgestalteten Papierbögen des Albums geklebt wurden.

Doch damit sind wir noch nicht am Ende der Reise angekommen.

Voll positiver Aufregung entstanden im zweiten Teil des Workshops viele eindrucksvolle und kreative Sammelalben, die von eigener Hand geschöpft und zusammengebunden wurden. Viel Platz für unzählige schöne Erlebnisse! Mithilfe von Stickern, Stiften und anderen Kreativsachen haben die Teilnehmerinnen ihre Individualität auf faszinierende Weise in dem Album hervorgehoben und ihre ersten Sommererlebnisse im Museum mithilfe von Eintrittskarten und Fotos des Museums dokumentiert.

Der Workshop war ein voller Erfolg und alle Teilnehmerinnen konnten mit einem selbstgeschöpften und großartigen Sammelalbum in die Sommerferien starten!

Der Workshop fand im Rahmen des Programmes des „Kulturrucksack NRW“ statt und wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. Dafür bedanken wir uns herzlichst!

Malwettbewerb

Künstlerin, Bademeisterin oder Bauarbeiterin: Mops ANNA und die Qual der Wahl der Berufsfindung

Seit dem Internationalen Museumstag im Jahr 2020 veranstaltet das Museum Schloss FÜRSTENBERG alle Jahre wieder einen Malwettbewerb. Dabei kann jeder kreativ werden und dem Museumsmaskottchen, einem Porzellanmops namens ANNA, ein neues Aussehen verleihen.

Das Thema 2025 lautete: „Was ist das Outfit für Annas perfekten Job?“. In den Museumsbriefkasten flatterten daraufhin sehr viele Briefe mit bunten Berufsideen.

Unter allen Einsendungen wurden schließlich drei Entwürfe gekürt. Die Siegerinnen durften sich auf etwas ganz Besonderes freuen: Für jedes Gewinnerbild gestalteten die Mitarbeiter*innen der Besucherwerkstatt je einen Porzellanmops, ganz nach der Bildvorlage. Mit viel Liebe zum Detail wurde jeder Mops zunächst aus Porzellanschlicker gegossen, zusätzliche Accessoires wurden aus Porzellanmasse geformt und angarniert. Schließlich zauberten die Porzellanmaler:innen den kleinen Hunden ihre farbliche Gestaltung bis sie dem Originalbild zum Verwechseln ähnlich sahen. So ein echtes Unikat erfordert jede Menge Arbeit und einige Brände in den Öfen der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG. Die Preisverleihungen fanden schließlich 2026 statt:

Gewinnermops 2025 aus der Kategorie „Einsendungen von Erwachsenen“ von Celina Miller

Celina Miller punktete mit einem detailreich-liebevollen Entwurf. Die Architekturstudentin aus Dortmund brachte das Bild „ANNA auf der Baustelle“ ins Rennen.

Die Schülerin Mona Heinrichs aus der jetzigen Klasse 7c der Geschwister-Scholl-Schule in Herford begeisterte die Museumsbesucher*innen und das Museumsteam dagegen mit einer ganz anderen beruflichen Vorstellung: „ANNA als Künstlerin“.

Gewinnermops 2025 aus der Kategorie „Einsendungen von Teenagern“ von Mona Heinrichs (hier: vor dem Bemalen)

Yara Lücke kam gemeinsam mit Familie, Freunden und ihrer ehemaligen Klassenlehrerin Frau Lausen und Schulleiterin Deborah Plath aus der Grundschule im Wesertal in Albaxen zu uns ins Schloss, um ihren Preis entgegenzunehmen. Ihr Mopsentwurf zeigt ANNA als Bademeisterin mit Sonnenbrille, roter Badehose und Trillerpfeife. Für dieses Porzellanhündchen mussten unsere Porzelliner*innen besondere Fingerfertigkeit unter Beweis stellen und fertigten eigens einen Rettungsring aus Porzellanmasse um ANNAs Bauch herum, um dem Original treu zu bleiben. Selbstverständlich durfte auch Yara ihren Mops mit nach Hause nehmen.

Yara Lücke in der Besucherwerkstatt bei der Mopsverleihung

Natürlich wird die Tradition des Malwettbewerbs auch in diesem Jahr fortgeführt. 2026 lautet das Thema: „ANNA entdeckt die Welt!“.

Alle Werke werden vom 1. Juli bis 30. August 2026 in der Besucherwerkstatt präsentiert. Während der Sommerferien werden die Museumsbesucher*innen ihre Favoriten wählen. Vielleicht zählt das eigene Motiv in diesem Jahr zu den Gewinnern und wird schon bald als kleiner Porzellanmops Wirklichkeit. Zahlreiche Einsendungen sind herzlich willkommen!

Als Spielzeuge und Porzellanfiguren zum Leben erwachten…

In den Herbstferien wurde der Workshopraum des MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG eine Woche lang zum wuseligen Filmstudio. Sieben junge Filmbegeisterte zwischen 6 und 11 Jahren hatten Spielzeugfiguren mitgebracht, die nun zu Hauptdarstellerinnen in kleinen Stop-Motion-Filmen werden sollten.

Hierfür entwickelten die Kinder in Teams Geschichten und bastelten die Kulissen liebevoll selbst. Stephanie Fischer und Bastian Brunke vom „KanalVier – Kollektiv für Film und Animation“ brachten Scheinwerfer, Tablets, Software und ganz viel Wissen über Filmdrehs und Filmschnitt mit und boten Unterstützung für die Realisierung der eigenen Trickfilme. Isabel Pagalies und Sarah Hardt vom Team des MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG freuten sich, dass auch viele FÜRSTENBERG Porzellanfiguren dabei zum Leben erwachten.

Filmpremiere feierten Adriana, Jella, Lilly, Joshua, Levi, Mathilda, Moritz und ihre Gäste am 18. Oktober 2024 mit Popcorn und Kindersekt. Gezeigt wurden die Filme auf großer Leinwand in der Besucherwerkstatt des Museums. Verwandte, Freunde und interessierte Museumgäste hatten im Anschluss die Gelegenheit die Requisiten, Technik und Filmsets zu bestaunen und die jungen Filmemacherinnen zu löchern, wie solche Filme entstehen.

Entstanden sind vier kurze Filme sowie ein Clip über das Making-of:

In „Das galaktische Spiel“ stellt ein riesiger Porzellanhase das Maskottchen eines Teams dar. Fiese Gauner können im Film „Der Diebstahl“ gestellt werden. Welche Missgeschicke und Unfälle beim Springen über die Hindernisse eines magischen Parcours passieren können, erfahren die Zuschauenden in „Das Zauberturnier“. Wer sich immer schon mal fragte, was „Nachts im Museum“ passiert: An Halloween spukt nicht nur der Geist Horst durchs Porzellanmuseum.

https://www.youtube.com/watch?v=wY7gHHzU_I8