Aufglasurmalerei
27. - 31.08.2024
Die Handmalerei auf dem glasierten Weißporzellan ist die klassische Dekorationsform für Porzellan. Sie ähnelt der Aquarellmalerei und lässt sich recht einfach umsetzen: Ein Fehler ist passiert? Kein Problem, einfach wegwischen und nochmal – bis zum Brand!
Geeignete Motive für Ihre ersten Versuche, historische Motive aus dem reichen Schatz der Blumen-, Früchte oder Vogelmalerei, für die FÜRSTENBERG berühmt ist und die Fortgeschrittene vor immer neue Aufgaben stellen, oder moderne Gestaltungen - unsere erfahrenen Kursleiterinnen finden gemeinsam mit Ihnen das Richtige.
Sie haben eigene Ideen oder Vorlagen für Ihre persönliche Porzellanmalerei? Kein Problem, Sie lassen sich von unseren Kursleiterinnen beraten und suchen sich aus unserer umfangreichen Kollektion im Manufaktur Werksverkauf das passende Stück Weißporzellan aus (nicht in der Kursgebühr enthalten). Unter professioneller Anleitung setzen Sie dann Ihr Lieblingsmotiv im Kurs um.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich.
MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG
T +49 5271 966778-10
museum@fuerstenberg-schloss.com
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24.03.2026
– 28.03.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei AUSGEBUCHT
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21.04.2026
– 25.04.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei AUSGEBUCHT
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05.05.2026
– 09.05.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei -
16.06.2026
– 20.06.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei -
25.08.2026
– 29.08.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei AUSGEBUCHT
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20.10.2026
– 24.10.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei -
10.11.2026
– 14.11.202610:00 – 16:00 UhrAufglasurmalerei AUSGEBUCHT
Die heißen Drei
Öffentliche Führung
Sonntag, 1. September, 14-15 Uhr
Adlige Genusskultur: Kaffee, Tee und heiße Schokolade waren im 17. und 18. Jahrhundert teure und exklusive Getränke, denn die für die Herstellung benötigten Rohstoffe werden aus fernen Ländern importiert. Ihr Genuss bedeutete Prestige, weshalb man auch das entsprechende Geschirr aus kostbaren Materialien fertigte. Hier erfahren Sie u.a. warum es verschiedene Tassen- und Kannenformen für die unterschiedlichen Heißgetränke gibt und welche gesellschaftlichen Rituale in verschiedenen Epochen damit verbunden waren.
Die öffentlichen Sonntagsführungen sind ein kostenfreies Angebot.
Es fällt lediglich der Museumseintritt an.
Sonderführung: Zeitreise in die frühen Jahre der Porzellanherstellung in Fürstenberg
Tag des offenen Denkmals.
Sonntag, 8. September, 14-15.30 Uhr
Mehr als doppelt so alt wie die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG ist das Schloss. Es wurde im 13. Jahrhundert als Burganlage zum Schutz der welfischen Lande errichtet. Nach mehreren Erweiterungen folgte um 1600 ein vollständiger Umbau zum Jagdschloss: Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel war ein großer Jäger und so kam er gern mit dem Hofstaat zum Jagen in den Solling. Damals erhielt das Schloss auch die Schmuckfassade aus rotem Sandstein im Stil der Renaissance. Im 18. Jahrhundert stand das Schloss weitgehend leer und bot daher der neuen Porzellanmanufaktur Platz. Für die Porzellanherstellung entstanden im Ort Fürstenberg außerdem das Laboratorium in der Alten Mühle, das Brennhaus als Produktionsstätte und die „Von-Langen-Reihe“ als Arbeiterwohnanlage. Die Bauwerke stellen ein technikgeschichtliches Ensemble dar.
Bei einer Führung durch das MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG und den Ort Fürstenberg begibt sich Museums-Guide Yutta Pollmann mit den Interessierten auf die Spuren der frühen Porzellanproduktion der Manufaktur FÜRSTENBERG.
Außerdem öffnet die Christuskirche, welche 1899 eingeweiht wurde und eine Ausstattung aus Erzeugnissen der Porzellanmanufaktur besitzt, ihre Pforten und kann besichtigt werden.
Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Der Aktionstag findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt und verzeichnet jeweils mehrere Millionen Besucher.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Eine Anmeldung wird empfohlen: anmeldung@fuerstenberg-schloss.com
Tipp: Der Rundweg durch den Ort Fürstenberg ist ca. 1,5 km lang und birgt an- und absteigendes Gelände. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind erforderlich.
Fürstenberg: Geschichte und Geschichten rund ums Schloss
Öffentliche Führung
Sonntag, 15. September, 14-15 Uhr
Diese Führung nimmt die Besucher*innen mit auf die Spuren der wechselvollen Geschichte von Schloss Fürstenberg, das als mittelalterliche Grenzburg begann, im 17. Jahrhundert als Jagdschloss diente, schließlich im 18. Jahrhundert als Porzellanmanufaktur umgenutzt wurde und heute ein einzigartiges Museum beherbergt.
Die öffentlichen Sonntagsführungen sind ein kostenfreies Angebot.
Es fällt lediglich der Museumseintritt an.
Scherben zum Glück
Ein Hochzeitgeschenk für Kaisertochter Victoria Luise und Herzog Ernst August
21.9.2024 bis 27.4.2025
24. Mai 1913 in Berlin: Victoria Luise, die einzige Tochter von Kaiser Wilhelm II., heiratete den Hannoveraner Welfenprinzen Ernst August. Es war ein Jubeltag des europäischen Hochadels, der zum letzten Mal vor dem Ersten Weltkrieg zusammenkam. Es war der Schwanengesang einer Epoche.
Turbulente Zeiten waren vorausgegangen. 1866 verlor das Königreich Hannover an der Seite Österreichs den Deutsch-Deutschen Krieg und wurde daraufhin von Preußen annektiert. Die regierenden Welfen mussten ins Exil gehen, ihr Vermögen eingezogen. Das Herzogtum Braunschweig, von einer älteren Linie der Welfen regiert, hatte in dem Krieg an der Seite Preußens gestanden. Allerdings verstarb der letzte Braunschweiger Herzog Wilhelm 1884 erbenlos. Eigentlich hätten die Hannoveraner Verwandten nun das Anrecht auf den dortigen Thron gehabt, doch Preußen installierte lieber eigene Prinzen als Regenten. Die Hohenzollern und die Welfen blieben tief verfeindet.
Erst mit der Vermählung von Victoria Luise und Ernst August gelang eine Versöhnung der dynastischen Familien. Als neues Herzogspaar zogen die beiden im November 1913 unter dem Jubel der Bevölkerung in Braunschweig ein.
Das Landesdirektorium der Provinz Hannover wollte dem Paar ein besonderes Hochzeitsgeschenk machen. Ein Tafelservice geradezu königlichen Ausmaßes sollte es sein, zusammengestellt für 50 Personen und zehn Gänge. Fast 700 Einzelteile wurden dafür in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg in München bestellt. Trotzdem die dortigen Porzelliner sich ins Zeug legten, rechtzeitig fertig wurde das Service nicht. Der Aufwand war spektakulär: jeder Teller, jede Platte wurde individuell von Hand bemalt, ein großes Welfenross wurde als Tafelaufsatz eigens von dem Künstler Josef Wackerle neu modelliert.
Erst 1921 konnte das Service geliefert werden – doch da hatte sich die Welt bereits grundlegend verändert. Der Erste Weltkrieg hatte Europa verheert und in Deutschland schließlich zur Revolution geführt. Ernst August musste abdanken und verließ mit Victoria Luise Braunschweig.
Die Ausstellung präsentiert das Service erstmals in großem Umfang der Öffentlichkeit. Die Besucher*innen lernen sowohl das Herzogspaar kennen als auch die spannende Geschichte rund um dieses einmalige Hochzeitsgeschenk. Sie ermöglicht ein Eintauchen in die längst vergangene Welt höfischer Prachtentfaltung, deren Fundamente 1913 aber bereits wackelten.
Eröffnung: Freitag, 20. September 2024, 18 Uhr – Eintritt frei
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Richard Borek Stiftung, Braunschweig.