Bodo Kampmann – ein Künstlerleben in Braunschweig
Bodo Kampmann – ein Künstlerleben in Braunschweig
Lesung und Bilderschau mit Bärbel Mäkeler
Donnerstag, 19. Februar2026, 18 Uhr
Die Autorin Bärbel Mäkeler stellt ihr neues Buch mit dem Titel „Bodo Kampmann – ein Künstlerleben in Braunschweig“, der ersten Biografie über den Künstler, vor. Im MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG rückt sie seine Porzellan- und Silberarbeiten in einen besonderen Fokus.
Bodo Kampmann (1913‒1978) – ein vielseitiger Künstler
Bodo Heinrich Kampmann war Goldschmied, Metallplastiker, Produktgestalter und Bühnenbildner. In Wuppertal geboren, studierte er in Berlin Goldschmied, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Innsbruck, bis er dann nach einem kurzen Zwischenstopp in Remscheid ab 1954 als Dozent an der Werkkunstschule bzw. ab 1963 als Professor an der HBK Braunschweig arbeitete. Im Stadtbild Braunschweigs wirken seine Kunstwerke seit den Fünfzigerjahren identitätsstiftend. Aber auch anderswo hat er Spuren hinterlassen. Sein Leben gestaltete sich zwischen der Kunst und einem familiären Kunterbunt. Er hinterließ fünf Kinder von drei Ehefrauen, als er erst 65-jährig 1978 in Bad Gandersheim verstarb.
Ein besonderes Highlight in seinem Leben war sicherlich die Silbermedaille, die er 1956 auf der XI. Triennale in Mailand gewann. Diesen Preis erhielt er mit seinem avantgardistischen Teegeschirr Form A aus der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.
Vergängliche und beständige Werke von zart bis hart
Kampmann zeichnen Gegensätze aus, die bei ihm dennoch keinen Widerspruch darstellen.
So schuf er vor allem in Braunschweig, aber auch anderswo an einigen Schauspielhäusern von einer Theatersaison zur nächsten Vergängliches; denn stilistisch unterschiedlichste Bühnenbilder, Requisiten sowie Kostüme entsprangen seiner Fantasie. Ganz und gar nicht vergänglich hingegen bleibt sein Gold- und Silberschmuck, den vielleicht sogar heute noch die eine oder andere Dame beim Besuch jener Spielstätten trägt.
Ein weiterer Gegensatz: Er konnte „zart“ wie bei seinem avantgardistischen Teegeschirr Form A von Fürstenberg und er konnte „hart“, was eine massive Betonmauer in der Innenstadt Braunschweigs eindrucksvoll dokumentiert.
Bärbel Mäkeler hat über den vielseitigen Künstler eine Biografie geschrieben: „Bodo Kampmann – ein Künstlerleben in Braunschweig“. In einer Bilderschau bringt sie den Besucher*innen den fast vergessenen Künstler wieder nahe.
Bärbel Mäkeler ist Autorin, Lektorin und Redakteurin und 2. Vorsitzende eines Kunstvereins in Braunschweig. Sie schreibt seit 2018 regelmäßig Kolumnen in der Braunschweiger Zeitung. Zudem veranstaltet sie Lesungen, Vorträge und Bilderschauen rund um ihre Buchthemen: die Fünfzigerjahre, Architektur und Kunst, ein Varieté, das sie von 1986-1989 führte, und nun Bodo Kampmann. Ab und an führt sie durch die Braunschweiger Innenstadt, um an Relikte der Fünfzigerjahre zu erinnern.
Beginn: 18:00 Uhr
Platzreservierung empfohlen: anmeldung@fuerstenberg-schloss.com oder Tel. 05271 966 778-10
Eintritt: 5 Euro